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Film_2

FAUST – EINE DEUTSCHE VOLKSSAGE
 

Regie: FriedrichWilhelm Murnau, D, 1926, s/w
Musik: Theaitetos Trio
Filmbearbeitung: Johannes Dolezich
Songtexte: Udo Herbst, Johannes Dolezich
Kompositionen: Udo Herbst, Johannes Dolezich, Helmut Buntjer
 
mit:
Helmut Buntjer  

Posaune, Euphonium, Gesang


Johannes Dolezich  

Gebläseorgel, Toypiano, Gesang


Udo Herbst  

Gitarre, E-Gitarre, Gesang


Bernd Kortenkamp  

Schlagwerk, Elektro-Interpulsat, Neo-Schall, Radio, Gesang



 
"Theaitetos Trio? Sind das nicht diese vier (!) wahnwitzigen Muskkabaretttisten aus dem Münsterland, dieser harmlosesten Gegend der Republik? Richtig. Aber harmlos wäre
falsch. Eher irrwitzig, versponnen, virtuos. Sie zeigen es uns in ihrer Live-Begleitung des
brillanten Streifens von Murnau. 'Desolatus Faustus' singen sie, und sie meinen eigentlich den Desperado. Besessen von der Idee ewiger Jugend paktiert der alte Doktor mit dem Satan selbst. In der filmischen Bearbeitung dieses urdeutschen Mythos von Friedrich Wilhelm Murnau aus dem Jahr 1926 überzeugt nicht nur die erstklassige Schauspielerriege mit Emil Jannings an der Spitze, nicht nur die fulminante Montage- und Schnittechnik raubt einem schier den Atem. Nein, es sind diese vier seltsamen Herren, die sich da an allerlei Klangerzeugern betätigen und

dem Film ihr eigenes musikalisches Empfinden gegeüberstellen.

Man staunt nicht schlecht über die Klanggewalt, die Feinheiten und Verschrobenheiten. Die Vier vom Theaitetos Trio spielen eigentlich alles, was Geräusch macht, vom konventionellen Euphonium über Posaune und Gitarre bis hin zu Plastikflasche, Radio und unerklärlichem elektronischem Gerät aus den frühen 50er Jahren.
Dazu kommen noch Orgeln, Kinderklavier, eine Unzahl anderes. Weil aber der Film an
diesem Abend die Hauptrolle spielt, kann man nur erahnen,was die Musiker dort neben
der Leinwand im Halbdunkel genau treiben, was von Vielen arg bedauert wird. Schließlich sind die vier vom Theaitets Trio eigentlich ein Musikkabarett mit bestem Ruf.
Was schließlich machen sie? Sie singen, sägen, spielen, sie zerschmettern die Idee der begleitenden und damit unterwürfigen Filmmusik. Dabei gelingen ihnen Musiken von suggestiver Kraft.
Schubladen sind ihnen fremd, und deswegen hört man Musik aus nahezu allen Genres. Bei ihnen ist die Musik so geschlossen, dass sie – auch ohne Bild – besteht. Kommt dann das geniale Werk Murnaus hinzu, dann staunt man. Und ist begeistert."


(WAZ)

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